Vor 5 Stunden - Wörter:
Frühstückspause
Lando möchte die Fronten zwischen Hagen und ihm klären.
Spielende Charaktere:
Lando & Hagen
Vereinbarung:
- Antwortfrist: ein Monat
- Wenn länger abwesend:wird vorher / bei Bedarf abgesprochen
- Wenn jemand ausfällt: Szene beenden
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Lando Scherer
Seit Lando und Hagen sich das letzte Mal gesehen hatten, war Einiges passiert. Das letzte Treffen hatte Lando schließlich doch zügig beendet, war gewillt gewesen es zu versuchen und doch damit gescheitert, so zu tun als wäre nun alles in Ordnung, weil Hagen ihn mit Essen überhäufte, Ärzte sowie Kunst empfahl und einfach verdammt noch mal so sehr Hagen war, dass es Lando regelrecht erstickte.
Die Welt ist kein Ort für Fairness.
Dieser Satz war aus Hagens Mund gekommen und hatte dafür gesorgt, dass Lando der ohnehin nur moderate Appetit doch gänzlich vergangen war. Dabei hätte ihn unter normalen Umständen sogar interessiert, wen Hagen kennengelernt hatte. Oder besser ausgedrückt: wer diesen Alben überhaupt aushielt! Aber Neugierde war neuem Frust gewichen, denn unfair behandelt fühlte Lando sich noch immer. Verraten und betrogen, wenn man es genau nahm.
Auch wenn er damit vielleicht ein bisschen übertrieb, vermochte er aktuell doch gar nicht anders zu handeln. Und so hatte er auch die Frage danach, was an Bodo so besonders war, bisher nicht beantworten können, denn die Antwort hätte ohnehin nur Alles gelautet und Hagen sich niemals damit abspeisen lassen.
Die nächste Zeit war Lando dann so sehr mit den neuen Lebensumständen seines besten Freundes beschäftigt gewesen, dass nicht mehr viel Zeit für Gedanken an Hagen geblieben waren. Er hatte dem inzwischen auch Wassermann unter die Arme gegriffen und versucht eine Hilfe zu sein. Was letztendlich in einem Bad inklusive Kuss in der Bode geendet war.
Wobei Hagen sie erwischt hatte.
Nicht, dass Lando sich schämte. Aber es war doch irgendwie typisch gewesen, dass der geschäftstüchtige Albe sich nun doch wieder in sein Leben drängte.
Sie hatten an diesem Tag nicht mehr miteinander gesprochen und doch erinnerte das Intermezzo Lando zumindest daran, dass da noch etwas Ungeklärtes war.
Eine ganze Weile ignorierte Lando diesen Umstand noch. Hagen konnte nichts daran ändern und ihn nicht finden. Nicht in seinem Zuhause zumindest, denn Lando lebte inzwischen bei Bodo. Genauso wenig wie es Lando entging, womit Bodo sich so quälte, konnte er jenem vorenthalten, dass ihn das mit Hagen doch noch immer beschäftigte. Und letztenlich war es sogar Bodo selbst, obwohl er Hagen nicht besonders schätzte, der Lando immer wieder dazu anhielt, diese Baustelle doch mal in Angriff zu nehmen.
Und da Lando kaum von Bodo erwarten konnte, sich an alle neuen Umstände zu gewöhnen, während er selbst noch immer eine Lösung oder wenigstens ein abschließendes Gespräch verweigerte, war es schließlich Lando, der Hagen nach seinem eigenen Nachtdienstende in dessen Büro aufsuchte. Alleine schon um sicherzugehen, dass Hagen nicht irgendwann Selbiges bei ihm auf der Arbeit tat. Und weil er zu würdigen wusste, dass der andere Albe ihm ein wenig Freiraum gewährt hatte. Ob aus Frust oder Einsicht heraus war ihm da im ersten Moment sogar noch egal.
Lando quittierte das mit mitgebrachten, belegten Brötchen. Er übertrieb nun nicht direkt mit einem fünf-Gänge-Menü, das war immerhin vielmehr Hagens Stil als sein eigener. Aber zumindest hatte er etwas dabei, als er Frau Kling mit seinem Auftreten dann doch nervös machte, wohl weil sie an das letzte Mal dachte, wo Bodo und Lando hier gewesen waren.
„Ich bringe Hagen nur seine Brötchenlieferung“, meinte Lando schließlich genervt, als sie ihn partout nicht durchlassen wollte. Gut, irgendwie war das wohl auch verständlich. „Ich tue ihm auch nicht weh.“ Nun ja, Stand jetzt zumindest. Das kam natürlich jetzt auch ein bisschen darauf an, wie Hagen sich verhielt. Zumindest konnte Lando sich mit diesem Gedanken doch etwas beruhigen. Denn das hier fühlte sich merkwürdig an. Die Freundschaft zwischen ihnen hatte einen Knacks bekommen und war doch noch zu wichtig, um sie komplett im Sande verlaufen zu lassen. Außerdem bereitete ihm die Vorstellung, Hagen nun vielleicht von etwas Pseudowichtigem abzuhalten, doch etwas zu viel Freude in diesem Moment.
Lando setzte sich dann auch in einen Wartebereich, während Frau Kling Hagen endlich darüber informierte, dass er zugegen war. Alles in diesem Gebäude schien Lando dabei übertrieben dekadent. Von Bodo geflutet hatten diese Räumlichkeiten doch mehr hergemacht.
Ob Hagen ihn überhaupt noch mal in sein Büro ließ? Oder würde er ihn hier abfertigen? Lando käme mit beidem zurecht. Vielleicht hatte ja auch Hagen selbst inzwischen beschlossen, dass ihm das alles zu blöd wurde. Aber dann wären sie zumindest nicht albern im Disput ohne danach je wieder miteinander gesprochen zu haben auseinander gegangen. Das war wohl nur sinnvoll im Hinblick darauf, dass sie beide noch eine ganze Weile in Quedlinburg bleiben würden.