27.03.2026, 16:28 - Wörter:
Wieso Tess ausgerechnet im „Patchwork“ gelandet war, wusste sie selbst nicht so genau.
Es hätte ebenso gut jede andere Taverne sein können.
Jede andere Taverne, die ihren Gästen nicht allzu genau auf die Finger sah.
Die Wände rochen noch einen Hauch nach Farbe, die Gläser glänzten fast schon zu sauber – als hätte hier jemand beschlossen, dass Ordnung Eindruck macht.
Ihr Blick glitt durch den Raum, blieb hier und da an Gesichtern hängen, an Händen, an Beuteln.
Fremde Stadt, fremde Taverne – aber das Spiel war überall dasselbe.
„Kommt schon! Noch eine Runde!“, forderte die Rothaarige die beiden Männer auf, die ihr gegenübersaßen und die für diese Uhrzeit noch erstaunlich nüchtern wirkten. Doch die schüttelten nur entschieden den Kopf, kippten den letzten Schluck aus ihren Krügen in sich hinein und standen auf.
Ohne einen weiteren Blick auf die Karten. Oder auf Tess. Feiglinge.
„Jungs, das war’s? Ehrlich?“ Ihr lachen klang dreckig.
„Ich dachte, ihr bringt mich wenigstens ein bisschen ins Schwitzen.“
Tess sah ihnen einen Moment nach, dann wanderte ihr Blick zurück zum Tisch.
Zwischen Bierlachen und Rumflecken hatte sich ein kleiner Berg aus Münzen angesammelt.
Ein kurzes Zucken ihrer Lippen.
Nicht viel – aber genug, um den Abend nicht als Verlust abzuschreiben.
„Rum!“, rief sie dem Schankwirten zu, während sie den Großteil der Münzen in ihrem Beutel verschwinden ließ. Der Beutel wurde angenehm schwer.
Ihr Kartenspiel packte sie nicht ein.
Langsam nahm sie es wieder auf, ließ die Karten durch ihre Finger gleiten und mischte sie mit der Routine einer Frau, die mehr Nächte an Tischen verbracht hatte als in Betten.
Ihr Blick hob sich dabei immer wieder, glitt durch die Taverne – prüfend, suchend.
Hier ein zu voller Geldbeutel.
Dort ein zu selbstsicheres Lächeln.
Und irgendwo jemand, der noch glaubte, heute Glück zu haben.
Irgendjemand würde schon noch einsteigen. Tess hatte Zeit.
Es hätte ebenso gut jede andere Taverne sein können.
Jede andere Taverne, die ihren Gästen nicht allzu genau auf die Finger sah.
Die Wände rochen noch einen Hauch nach Farbe, die Gläser glänzten fast schon zu sauber – als hätte hier jemand beschlossen, dass Ordnung Eindruck macht.
Ihr Blick glitt durch den Raum, blieb hier und da an Gesichtern hängen, an Händen, an Beuteln.
Fremde Stadt, fremde Taverne – aber das Spiel war überall dasselbe.
„Kommt schon! Noch eine Runde!“, forderte die Rothaarige die beiden Männer auf, die ihr gegenübersaßen und die für diese Uhrzeit noch erstaunlich nüchtern wirkten. Doch die schüttelten nur entschieden den Kopf, kippten den letzten Schluck aus ihren Krügen in sich hinein und standen auf.
Ohne einen weiteren Blick auf die Karten. Oder auf Tess. Feiglinge.
„Jungs, das war’s? Ehrlich?“ Ihr lachen klang dreckig.
„Ich dachte, ihr bringt mich wenigstens ein bisschen ins Schwitzen.“
Tess sah ihnen einen Moment nach, dann wanderte ihr Blick zurück zum Tisch.
Zwischen Bierlachen und Rumflecken hatte sich ein kleiner Berg aus Münzen angesammelt.
Ein kurzes Zucken ihrer Lippen.
Nicht viel – aber genug, um den Abend nicht als Verlust abzuschreiben.
„Rum!“, rief sie dem Schankwirten zu, während sie den Großteil der Münzen in ihrem Beutel verschwinden ließ. Der Beutel wurde angenehm schwer.
Ihr Kartenspiel packte sie nicht ein.
Langsam nahm sie es wieder auf, ließ die Karten durch ihre Finger gleiten und mischte sie mit der Routine einer Frau, die mehr Nächte an Tischen verbracht hatte als in Betten.
Ihr Blick hob sich dabei immer wieder, glitt durch die Taverne – prüfend, suchend.
Hier ein zu voller Geldbeutel.
Dort ein zu selbstsicheres Lächeln.
Und irgendwo jemand, der noch glaubte, heute Glück zu haben.
Irgendjemand würde schon noch einsteigen. Tess hatte Zeit.
